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„Ach, mein Herr, wie gut Sie ſind! Sie haben ihn geſehen?“
„Nein, ich habe ihn nicht geſehen aber eine Nachbarin hat mir meine Fragen ſogleich beantwor⸗ ten können. Es thut mir leid, Dir ſagen zu müſ⸗ ſen, meine liebe Freundin, daß Deine Befürchtungen gegründet waren: Dein Vater iſt krank„
„Er iſt krank! O mein Gott! mein Gott! Siehſt Du, meine gute Freundin ich hatte es mir wohl gedacht„ Aber was fehlt ihm denn?“
„Ich weiß es nicht genau die Frau hat es mir nicht mit Beſtimmtheit ſagen können Aber
es ſcheint, daß es ihm beſonders vielen Kummer
macht, ſein Kind nicht ſehen zu können.“
„Er will mich ſehen mein armer Vater.. O ja! auch ich will ihn ſehen. O, ſogleich! ſogleich!. Nicht wahr, meine liebe Freundin, Du läßt mich gleich zu meinem Vater gehen?“
Zizine faltete ihre Hände, während ſie Stepha⸗ nie anſah, und dicke Thränen floſſen über ihre Wangen herab; ihre junge Beſchützerin umarmte ſie ihrerſeits und gab ſich Mühe, ſie zu tröſten.
„Du wirſt zu ihm gehen.. gewiß„ aber dieſen Abend. wie willſt Du das machen? Es iſt ſchon neun Uhr vorüber.“
„Das iſt gleich WMein Vater iſt krank; ich muß zu ihm gehen, um ihn zu pflegen; Du haſft ja auch Deine Großmutter gepflegt... und überdies war die nicht allein, ſie hatte Dienßboten, um ſie


