Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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tungen für Stephaniens Toilette, denn Madame Dolbert wollte, daß ihre Enkelin ebenſowohl durch ihren Putz, als durch ihre Schönheit glänzen ſollte. Nichts wurde vernachläſſigt, um diejenige noch aus⸗ zuſchmücken, welche die Natur ſo wohlgefällig mit ihren Gaben überſchüttet hatte. Der Tag des Balles kam, Stephanie mit eben ſo vielem Geſchmuck als Pracht gekleidet, ſah wie eine Nymphe aus, die im Begriffe ſteht, ſich in die Wolken zu erheben. Jeder bewunderte ſie, und Zizine lief fortwährend um ſie herum, indem ſie ausrief:O, wie ſchön Du biſt.

Stephanie allein ſchien gleichgültig für die Wirkung, welche ihr Putz hervorbrachte; ſie ſtieß, während ſie ſich im Spiegel betrachtete, leichte Seufzer aus und murmelte: das war auch der Mühe werth, ſo große Toilette zu machen, ich werde mich langweilen, ich bin es gewiß.

Als endlich die Stunde herangekommen war, daß ſie zum Balle fahren ſollte, machte Stephanie immer noch eine unwillige Miene und umarmte Zizine, indem ſie ſagte:Adieu, morgen werden wir uns gut amüſiren.. Wir werden unſere Puppe ganz ſo anziehen, wie ich jetzt gekleidet bin.

Ein Gemurmel des Erſtaunens erhob ſich bei dem Eintritt der Damen Dolbert. Die gute Mama war ſo glücklich, als hätten alle Complimente ihr gegolten. In einem gewiſſen Alter genießt man die Triumphe ſeiner Kinder, ſobald man keinen Anſpruch darauf macht, ſelbſt noch jung zu erſcheinen, ſein Alter zu verhehlen und ſich zu ſchmeicheln, man