Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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Würde geltend zu machen, ſie auszanken, wenn ſie lacht und glücklich ſcheint, ihr befehlen, ſich vor den Leuten hübſch gerade zu halten, eine nachdenk⸗ liche Miene, eine ernſte Haltung anzunehmen, da⸗ mit man von ihrem Verſtande eine hohe Meinung habe O! nein, ich will ihr durchaus keinen Zwang anthun. Stephanie iſt hübſch, ſie hat Ver⸗ mögen. Es wird nur zu bald Einer kommen, der ihr Vermögen wird mit ihr theilen wollen.

Was die gute Mama vorausgeſehen hatte, ging auch bald in Erfüllung. Eine alte Freundin der Madame Dolbert gab einen großen Ball, Ste⸗ phanie und ihre Großmutter erhielten dringende Einladungen. Madame Dolbert, die nur darauf bedacht war, ihrer Enkelin Vergnügen zu machen, und die glücklich war, wenn ſie die Lobreden hörte, die man deren Schönheit machte, hatte verſprochen, ſich auf dem Balle einzufinden.

Aber Stephanie ſagte ſogleich: ich will nicht auf dieſen Ball gehen, außer wenn man mir er⸗ laubt, meine Zizine mitzubringen.

Mein liebes Kind, ſprach Madame Dolbert, was Du verlangſt, kann nicht ſein; wir können dieſe Kleine nicht mit uns in die große Welt nehmen, daß ſie hier immer in Deiner Nähe ſei, will ich wohl leiden, aber bei Fremden dürfen wir uns nicht

erlauben, die Tochter Jerome's, des Waſſerträgers,

einzuführen. Und warum dies, gute Mama? Du weißt, daß Zizine überall ſo klug und vernünftig iſt.