Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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langweilte ſich auf einem Balle, in einer Soirée, weil Zizine nicht dabei war. Madame Dolbert, die ihre Enkelin anbeteie und ihr immer viel nachge⸗ geben hatte, widerſprach ihr in keiner Sache. Ste⸗ phanie hatte gewollt, ihr Günſtling ſollte wie ſie gekleidet ſein, ihr Bett ſollte an der Seite des ihrigen ſtehen, es ſollte ihr an nichts mangeln; die gute Großmutter hatte Alles bewilligt, ſo daß Zi⸗ zine behandelt wurde, wie wenn ſie zur Familie gehörte.

Aber dieſes neue Glück, dieſe Umwandlung ihrer Lage, ließen das Kind die Bodenkammer, in der es einſt gewohnt hatte, und den Waſſerträger Jerome nicht vergeſſen; ſie ſprach oft davon; ſie wurde un⸗ ruhig, wenn ihr Vater ſie lange Zeit nicht beſucht hatte, und manchmal mußte Stephanie alle ihre Beredſamkeit anwenden und ihre Liebkoſungen ver⸗ doppeln, um Zizine vom Weinen abzuhalten, weil ſie an ihren armen Vater dachte.

Stephanie hatte eben zu Zizinens Zerſtreuung, welche tief aufſeufzte und ſagte, ihr Vater hätte ſie ſchon ſeit geraumer Zeit nicht mehr beſucht, die Puppe zur Hand genommen, die im Boudoir an⸗ gekleidet wurde. Die Traurigkeit des Kindes hatte ſich raſch zerſtreut; es war noch in dem glücklichen Alter, wo Lachen und Weinen ſo nahe an einander grenzen, und Stephanie, entzückt, ſie wieder heiter zu ſehen, gab ſich all den Ausgelaſſenheiten hin, die ihr durch den Kopf fuhren.

Wie! meine Tochter, Du knieſt noch auf dem