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leiden müßte, oder ſie rutſchte auf den Knieen hin und verfolgte Zizine, welche fortlief und ſich hinter einem Schrank verbarg, und wenn man ſich er⸗ haſchte, dann gab es ein ſchallendes Gelächter, ſo offen, ſo glücklich, daß man es bedauert haben würde, die liebenswürdige Stephanie vernünftiger zu ſehen.
Seitdem Zizine bei Madame Dolbert wohnte, floſſen ihre Tage unter dieſen unſchuldigen Ver⸗ gnügungen dahin, welche dann und wann nur durch eine Stunde in der Mnſik, im Schreiben oder Zeichnen unterbrochen wurden. Stephanie, welche mannigfache Talente beſaß, hat es über ſich nehmen wollen, ihren kleinen Schützling darin zu unter⸗ richten, und die Schülerin, welche die glücklichſten Anlagen bekundete, war manchmal geſetzter als ihre Lehrerin, die nur zu oft von dem Unterrichte auf⸗ ſprang, um ſich zu irgend einer Spielerei zu be⸗ geben. Das Kind zeigte ein lebhaftes Verlangen, zu lernen; es ſchien, als wollte Zizine beweiſen, daß ſie deſſen, was man für ſie that, auch würdig ſei, und oft war Stephanie genöthigt, zu ihr zu ſagen, arbeite nicht ſo ſehr, meine Kleine, Du wirſt Dich ermüden. Zizine aber entgegnete: O! das Lernen macht mich nicht müde!.. und ich möchte gern Alles ſo vollkommen wiſſen wie Sie!... Mein Papa Jerome wird ſehr vergnügt ſein, ſehr ſtaunen, wenn er mich Clavier ſpielen hört!..
Stephanie ging weder ins Theater noch ſpa⸗ zieren, ohne ihre kleine Freundin mitzunehmen; ſie


