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umſtände, daß er nicht die mindeſte Anlage für das Theater gezeigt habe. Die Röthe ſtieg ihm ins Geſicht, er ſchwieg jedoch, ſchlug die Augen nieder und ging weiter.
Der Doktor näherte ſich dem jungen Mann, deſſen Illuſionen alle eben vernichtet worden waren, und ſprach zu ihm, indem er ihn ſanft unter dem Arm faßte:„Sehen Sie, mein lieber Julius, Sie ſind noch ſehr jung: geſtatten Sie, daß ich Ihnen einen Rath gebe?“
„Ich werde Sie anhören, mein Herr.“
„Ich will mir nicht erlauben, über Ihren Beruf für das Theater zu urtheilen, mein Ausſpruch in dieſer Beziehung dürfte ſelbſt nicht competent ſein; aber ich bin Arzt, und als ſolcher will ich zu Ihnen ſprechen: Sie find mit ſehr zarten Lungen begabt, glauben Sie mir und gehen Sie nicht zum Theater, Ihre Geſundheit würde dadurch ſehr leiden und vielleicht würden Sie die Anſtrengung gar nicht aushalten können, die Sie machen müßten, um ein großer Künſtler zu werden Ueberlegen Sie das wohl. In Ihrem Alter ſcheint Einem das Le⸗ ben ſo lang, ſo ſchön.. Statt es durch immer von Neuem ſich wiederholende Anſtrengungen abzu⸗ kürzen, wäre es da nicht beſſer, wenn Sie es durch paſſende Genüſſe ſtärkten?“
„O, mein Herr, mein Leben würde ſehr traurig ſein, wenn ich Parfümeur bliebe.“
„Können Sie denn gar nicht Anderes werden, als Parfümeriehändler oder Schauſpieler? Gibt


