26 Guerreville erhob ſich, ſtrich ſich mit der Hand
über die Stirn und ſagte zu Georg: Herr Jenne⸗
val kann eintreten.
Der Doktor trat ein, lief auf Guerreville zu und drückte ihm herzlich die Hand, während dieſer ſeinem Bedienten ein Zeichen gab, ſich zu entfernen.
„Hier bin ich, ſprach Jenneval, indem er ſich mit froher Miene auf einen Stuhl niederließ. Ich habe ein wenig gezögert... aber ich mußte meine Angelegenheiten beenden, mit meinen Patienten ins Reine kommen!... Sie hatten die Güte, an mich zu denken, und in der That, ich weiß nicht recht, warum; denn ich habe mich ſehr oft über Sie und über Ihre Krankheit luſtig gemacht.. Aber vielleicht gerade deßhalb.. Ich glaube, daß ich mehr da⸗ durch geheilt habe, daß ich Sie zum Lachen brachte, als durch Verordnungen. Endlich pabe ich der Pro⸗ vinz Adien geſagt, und komme nach Paris, um hier zu praktiziren.“
„Sie wollen ſich hier niederlaſſen, Doktor?“
„Ja, das Leben in einer kleinen Stadt. ihre Klatſchereien, ihre Vergnügungen, ihre Gebräuche, das Alles behagt mir nicht mehr. Es lebe Paris! für die Künſte und Wiſſenſchaften, für die Theorie und Praxis! Indeß habe ich in Chateau⸗Thierry große Dinge gethan.. und erſt kürzlich eine herr⸗ liche Kur vollbracht... Madame Blanmignon heilte ich von ihren Krämpfen indem ich ſie Pillen nehmen
ließ, die nur aus Mehl beſtanden, und den alten
Herrn Benvit, der ſich für unterleibskrank hielt,
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