Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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daß er täglich ſeine Tochter beweint wenn man nicht zweifeln kann, daß ſeine Zärtlichkeit ſtets ſeinen Zorn überwinden werde, daß er alle Fehltritte ver⸗ zeihen werde, um nur ſein Kind umarmen zu können und dennoch verſchwinden die Jahre, und nichts! nichts. kein Brief, keine Nachricht!.. Guerreville ließ das Haupt auf die Bruſt finken

und ſchien vor Schmerz vernichtet.

Zweites Kapitel. Ein Freund und ein Ueberläſtiger.

Es war ſchon eine beträchtliche Zeit verfloſſen, ſeit Agathe von Guerreville fortgegangen; doch dieſer war noch immer in ſeine Gedanken verſunken und ſeufzte unter der Laſt eines Kummers, den 3 jede Hoffnung verließ, während er in derſelben Stellung auf dem Stuhle ſaß und Stunde und Gegenwart vergaß, Alles vergaß, um nur an ſeine Tochter zu denken.

Georg, an die Launen ſeines Herrn gewöhnt, erlaubte ſich niemals, ihn in ſeinen Betrachtungen zu ſtören; denn er wußte, daß er dann einen ſchlechten Empfang erhielt. Mehr als einmal hatte Guerreville ſchon auf dieſe Art die gewöhnliche Speiſeſtunde verſtreichen laſſen. An ſolchen Tagen hütete ſich Georg wohl, ihn daran zu erinnern; er ſagte ſich dann: Wahrſcheinlich hat der Herr keinen