Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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auch in einem achtzehniährigen Kopfe mehr Thorheit als Vernunſt, und deßhalb ſind ihm ſehr oft die Rathſchläge der Erfahrung nöthig.

Ach! mein Herr, Sie ſprechen mit ſo viel Güte zu mir ich fühle mehr Zutrauen zu Ihnen, als zu meinem Vater. Ich will Ihnen meine geheimſten Gedanken mittheilen.. Mein Herr, für das Theater fühle ich mich berufen.. vom Theater bin ich begeiſtert, an das Theater denke ich beſtändig.. Schauſpieler ſein.. ein großes Talent haben einen vollen Saal applandiren hören, das Publi⸗ kum bald zum Lachen, bald zum Weinen bringen⸗, ſeine Aufmerkſamkeit für ſich in Beſchlag nehmen, Aller Blicke auf ſich gerichtet ſehen, das beifällige Murmeln vernehmen, das einem gut geſprochenen Worte, einer tief empfundenen Rede folgt... Ach! mein Herr, das iſt das Glück, der Ruhm, das Vergnügen.. und das erneuert ſich jeden Abend!... Ahl da haben Sie die Carriere, die ich einſchlagen möchte!

Sie wollten alſo zum Theater gehen?

Ja, mein Herr. das iſt es, was ich meinem Vater nicht zu ſagen wage.. denn dies würde ihn ſehr böſe machen... Er grollt mir ſchon, wenn er weiß, daß ich ins Schauſpiel gegangen bin; er ſagt, vaß ich all mein Geld dadurch verſchwende Ich habe nur das, was mir meine Mutter heimlich gibt, und ich glaube das ſchon für das Theater verwenden zu dürfen weil dies das einzige Vergnügen iſt, das ich mir erlaube.