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„Und kennt Ihre Mutter Ihren Hang für das Theater.. grollt ſie Ihnen auch?“
„Ein wenig, aber ſo ſanft, ſo ſanft O
ſie nur allein zu ſprechen hätte, dann könnte h ſicher thun, was mir nur gefällt!“
„Herr Julius, es iſt kein Unglück, Schauſpieler zu ſein, wenn man wirklich Talent hat aber wenn man keines hat, ſo iſt es der allertraurigſte Stand!*
„H! ich werde Talent haben, mein Herr, das bin ich gewiß. Ol wenn Sie wüßten, wie mein Kopf ſich erhebt, wenn ich Samſon oder Bouffé ſpielen ſehe!... wie ich ſie beobachte, wie ich fürchte, eine einzige ihrer Bewegungen zu verlieren. welche Talente! welche Schauſpieler! Ah! mein Herr, haben Sie, wenn Sie die Beiden ſpielen ſahen, einmal Luſt bekommen, beim Theater zu ſein?“
Guerreville konnte ſich eines Lächelns nicht er⸗ wehren und erwiverte:„Nein, wahrhaftig! das hätte mich im Gegentheil davon abbringen können, denn ich würde gedacht haben, daß es doch ſehr ſchwer ſei, bis zu dieſem Grade der Kunſt zu ge⸗ langen.“
„Warum dies? es ſind ſchon Viele dahin gelangt!.. Wir haben noch viele andere Künſtler von großem Talent.. und, abgeſehen davon, liebe
ich alle Schauſpieler!.. Wenn ich Einem unter⸗
wegs begegne, ſo möchte ich ihm an den Hals ſpringen, ihn umarmen.. ihm die Hand drücken. mit ihm Arm in Arm ſpazieren gehen ℳ


