Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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rigkeit erhöhte ihre Reize noch. Sie war von fei⸗ nem, zartem Wuchſe und hatte ein jugendliches Benehmen, und alle diejenigen, welche ihr Alter nicht kannten, waren überzeugt, die liebenswürdige Frau wäre nicht über dreißig Jahre alt. Wenn man daher mit ihr einen großen, jungen, ſchon kräftigen und wohlgebauten Mann erblickte, deſſen Züge viel Aehnlichkeit mit denen der Verkäuferin hatten, ſo ſagte man:Dieſer Herr iſt Ihr Bru⸗ der, Madame; nicht wahr?

Aber die hübſche Frau umarmte den großen Jungen zärtlich und antwortete:Rein, es iſt mein Sohn!

Ihr Sohn?. Aber das iſt nicht möglich Ihr Stiefſohn, wollen Sie ſagen!

Nein, es iſt mein Sohn, ich bin ſeine rechte Mutter.

Aber, wie alt iſt er denn?

Bald neunzehn Jahre.

Ach, mein Gott! wer hätte das je ge⸗ glaubt!.. Sie, Madame, ſchon einen Sohn von neunzehn Jahren!.. Sie müſſen ſich ſehr jung verheirathet haben.

Und die Ausrufungen des Erſtaunens wurden erneuert und wiederholten ſich eben ſo oft, als Ju⸗ lius im Laden ſtand und eine neue Kunde eintrat. Oft ſogar langweilten Madame Gallet all die faden Schmeicheleien, die ſie anhören mußte; aber ſie war Verkäuſerin und genöthigt, Alles dies mit freundlicher Miene aufzunehmen.