Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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Guerreville ſetzte ſeinen Weg fort, indem er über die Begegnung nachdachte, die ihm ſo eben zugeſtoßen war. Der Anblick der Madame Grillon hatte ihn an eine Epoche ſeines Lebens erinnert, in welcher die Galanterie einen großen Platz ein⸗ nahm. Damals nahm die Liebe, die Frauen all ſeine Zeit in Anſpruch; der Anblick einer neuen Schönheit ließ ſtets ſeine Wünſche erwachen und ihn neue Triumphe feiern. Damals wußte der Mann, deſſen Aeußeres ſo kalt und ernſt geworden war, zu lächeln, ein Herz zu feſſeln und ſeine Freimüthig⸗ keit und Lebhaftigkeit hatten einen Reiz, dem wenige Frauen zu widerſtehen vermochten.

Guerreville konnte einen leichten Seufzer nicht unterdrücken, als er ſich an dieſe glückliche Zeit ſeines Ledens erinnerte, und doch würde er, wäre eine Rückkehr möglich geweſen, ſich dieſes Glück nicht zurückgewünſct haben.

In dem Augenblick, als er in ſein Hans zu treten im Begriffe war, erinnerte er ſich, daß er Handſchuhe kaufen wollte; er ſetzte daher ſeinen Wes fort und ſah ſich nach einem Laden um, in welchem ſolche zu haben wären. Er bemerkte bald ein kleines Magazin für Parfümerie und Krämer⸗ waaren. Er trat ein; eine Dame ſaß allein an einem Ladentiſche; Guerreville richtete die Blicke auf die Verkäuferin, er verlangte Handſchuhe, und während man ihm ſolche ſuchte, ſetzte er ſich vor dem Laden⸗ tiſche nieder.

Paul de Kock. X0V. 8