Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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vards ſpazieren ging und die Blicke nach ſeiner Ge⸗ wohnheit auf die Hausthüren richtete, kam ihm eine Dame entgegen, die ihn ſcharf anſah, erſtaunt ſchien, ihn nochmals betrachtete und dann mit dem Ausruf auf ihn zulief:Ich täuſche mich nicht Sie ſind es, Eduard! Sie find es gewiß!

Guerreville betrachtete ſeinerſeits dieſe Dame, die ſchon nahe an den Vierzigen war, aber noch gut ausſah, und deren Weſen und Benehmen zeig⸗ ten, daß hier die Koketterie bereits vorüber war, Zwei braune, noch ſehr zärtliche und reizende Augen waren auf Guerreville mit einem Ausdruck gerich⸗ tet, der mancherlei vermuthen ließ; doch der, wel⸗ chen die Sprache dieſer Augen zu fragen ſchien, war durch dieſe Begegnung mehr unangenehm als angenehm berührt, und er erwiderte in einem ſehr kalten Tone:Ja, Madame, ich bin es Sie täuſchen ſich nicht.

Ach! wie freue ich mich, Sie wieder zu ſehen! es iſt ſchon lange her! O! das heißt, ich bin Ihnen einmal begegnet. vor ungefähr drei oder vier Jahren... und Sie verſprachen mir, mich zu beſuchen... aber Sie find nicht gekommen Es iſt ſehr Unrecht, ſeine alten Bekannten ſo zu vernachläſſigen.. ich, ich bin ſo glücklich, Sie wieder zu ſehen. O Gott! wie aufgeregt bin ich ich muß ſehr blaß ſein

Sie find zu gütig, Madame!

Zu gütig!... Ach! ja, das iſt wahr, ich bin immer zu gut geweſen und Sie wiſſen auch