aber ziemlich lebhaften Augen glänzen fortwährend mit dem Ausdruck einer ſolchen Neugier, daß er das Ausſehen hat, als wollte er in Eure Gedan⸗ ken, oder zum mindeſten Eure Taſchen durchſpähen. Herr Vadevant war der Sohn eines reichen Kauf⸗ manns in Tropes, und befand ſich nach dem Tode ſeines Vaters im Beſitze eines hübſchen Vermögens. Er gedachte daſſelbe durch Spekulation zu vergrö⸗ ßern und ging deßhalb nach Paris, wo er ſein Geld in Aſſekuranzen, in Runkelrübenzuckeraffine⸗ rien und fogar in einer Unternehmung von geſtank⸗ loſen Abtritten anlegte.
Aber der junge Vadevant hatte kein Glück in ſeinen Unternehmungen. Sein umherſpürender und ſpöttlicher Geiſt leiſtete ihm in der Hauptſtadt, wo er auf Leute ſtieß, die ſchlauer waren als er, keine guten Dienſte. Nach einem Dutzend Jahren, die er in Paris verlebte, hatte er zwei Dritttheile ſei⸗ nes Vermögens eingebüßtz nun fühlte Herr Vade⸗ vant, daß es Zeit ſei, ſich zurückzuziehen; er ließ ſich in Chateau⸗Thierry nieder, wo er mit einer Rente von fünftauſend Franken, welche ihm noch geblieben waren, eine anſtändige Rolle ſpielen und in den erſten Geſellſchaften erſcheinen konnte. Wir fügen noch bei, daß er Junggeſelle war, ein Stand, welcher in einer Provinzialſtadt, wo alle Mädchen vom Heirathen träumen und deßhalb alle heiraths⸗ fädigen Männer mit ſehr zuvorkommenden Blicken betrachten, ſehr angeſehen iſt. 615
ufgefordert von Madame Blanmignon, wendet
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