Teil eines Werkes 
1. Th. (1846)
Entstehung
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O nein, Madame, ich nehme keines an. Ei, ja doch, ich bitte. Ich brauche aber keines. Doch, doch, es iſt bequemer. Ihr Teppich iſt ſchon weich genug. Sie müſſen Ihre Füße auf dieſes Schemelchen ſtellen. Wahrhaftig, Madame Blanmignon, Sie find zu gütig, ich weiß gar nicht, was ich ſagen ſoll. O, Madame, mit Ihnen kann man nie zu ſorgfältig ſein hierfiellen Sie die Füße darauf iſt es hoch genug? Vollkommen recht.

Nach dieſem Wortſchwall um ein Schemelchen

ſollte man denken, daß ein langdauernder, intereſ⸗ ſanter Gegenſtand die Geſellſchaft den Abend über unterhalten werde. Das hofft man auch, wenn man ſieht, wie feurig ſich eine Männergruppe in einer Ecke des Salons beſpricht. Madame Blan⸗ mignon ſcheint derſelben Anſicht, indem ſie laut fragt:Mein Gott! Ihr Herren, mit welcher Wärme unterhalten Sie ſich da! Wollten Sie uns nicht

ſagen, um was es ſich handelt? Nun, Herr Va⸗

devant, Sie hatten ja ehen das Wort Sie wer⸗ den die Neugierde der Damen vefriedigen. 4

Herr Vadevant iſt ein Mann von mittlerem Alter, khiner Statur, die übrigens nicht ſo übel wäre, wenn der Bauch etwas weniger hervorſtäche. Sein Geſicht ſieht einer friſchen roth angeſtrichenen Puppe ſo aufs Haar ähnlich, daß ein Kind es mit Entzücken küſſen würde. Herr Vadevant hat ein ſtehendes Lächeln auf den Lippen, aber dieſes Lä⸗ cheln ift halb und halb ſpöttlich, und ſeine kleinen,