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einem Ball heimgekommen und hat Blutbrechen gehabt. Man fürchtet für ihr Leben und ſie wünſcht Sie zu ſehen.“
Nicette erblaßt und wankt, holt aber dann ſo⸗ gleich meinen Hut.
„Gehen Sie, mein Freund,“ ſagt ſie,„gehen Sie eilends Ihre Frau erwartet Sie. Ach! wenn es nöthig iſt, ſo bleiben Sie bei ihr und kommen Sie nicht wieder ſuchen Sie nur ihr Leben zu retten.“
Ich folge alsbald Juſtinen und betrete jenes Haus, in das ich nicht mehr zurückzukehren glaubte. Welche Veränderung iſt vorgegangen! welche Un⸗ ordnung herrſcht überall! Endlich komme ich in das Zimmer meiner Frau, nähere mich ihrem Bette und kann ſie kaum mehr erkennen. Dies iſt alſo jene einſt ſchöne Pelagie! Ich vergeſſe ihre Fehltritte und empfinde nur Mitleiden für ſie.
Sie reicht mir die Hand.„Ich wollte Sie noch ſehen, ehe ich ſterbe,“ ſagt ſie mit erloſchener Stimme.„Eugen, vergeben Sie mir mein Ver⸗ brechen.. Sie ſehen, ich bin genug beſtraft. Wenn ich Ihnen gefolgt hätte, wäre ich jetzt nicht an dem Rande des Grabes!“
Ich will ſie tröſten und verſuche in ihrem Herzen die Hoffnung wieder anzufachen; aber es gelingt mir nicht: ſie fühlt nur zu gut, daß die zarteſten Keime ihres Lebens zerſtört ſind.
Ich ſetze mich neben ſie. Der Tag vergeht, ohne daß eine Aenderung in ihrem Zuſtande einträte;


