Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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und wollte von ſich ſelbſt ſprechen; er ſagte mir, daß er mich anbete, und tauſend andere Dinge; er ſprach indeß nicht mehr von Ihnen und ich ſchenkte ihm auch kein Gehör. Ich nahm keinen weiteren Beſuch mehr von ihm an; da ſchickte er mir einen langen Liebesbrief, worin er mich eine Grauſame und Boshafte nennt. Ich habe den Brief aufbe⸗ wahrt, um Ihnen denſelben zu zeigen. Endlich ließ er mich in Ruhe. Ich ſah Sie nicht mehr und ging deßhalb in dieſes Haus; hier erfuhr ich, Sie wären abgereist, hätten aber Ihr Logis beibehal⸗ ten. Dies gab mir Hoffnung auf Ihre Rückkehr. Eines Tages ging Raimund an meiner Bude vor⸗ bei und war ſo grauſam, mir zu ſagen, Sie hätten

jetzt geheirathet. Ach! ich konnte nichts Anderes

erwarten. Ich wußte, daß Andere Sie lieben müßten, und doch ward ich ſo traurig, daß ich nicht mehr den Muth hatte, meine Bude beizube⸗ halten. Zudem war ich vermöglich genug gewor⸗ den, um ohne dieſelbe leben zu können. Ich bin in dieſes Haus gekommen und habe gehört, das Logis auf Ihrem Stocke wäre vakant. Ich habe es ſogleich gemiethet, um in der Nähe des Zim⸗ mers zu ſein, wo ich jene Nacht zubrachte, die über mein Leben entſchieden hat. Als Sie endlich ſelbſt wieder ankamen, wagte ich nicht, Ihnen unter die Angen zu treten, weil ich glaubte, es möchte Ih⸗ nen unangenehm ſein. Dies iſt die Wahrheit: glau⸗ ben Sie jetzt noch, ich habe einen Anderen anße Ihnen geliebt?