Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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meine Blumen betrachtete, machte er mir Compli⸗ mente, aber ich hörte nicht darauf. Er ſprach von Ihnen, o, alsdann hörte ich ihn ſo gerne an. Dies bemerkend, ſprach er jedesmal, ſo oft er kam, von Ihnen, und ich forderte ihn auch auf, länger zu bleiben. Er war die einzige Perſon, durch welche ich Nachricht über Sie erhielt. Was er mir ſagte, bekümmerte mich ſehr und doch wollte

ich es hören. Er erzählte mir, Sie hätten zwan⸗

zig Maitreſſen, liebten alle Frauenzimmer und hät⸗ ton über mich geſpottet. Dann zeigte er mir die Bouquets, die ich Ihnen brachte und die Sie, wie er ſagte, ihm zum Präſent gemacht hätten. Der Elende!... und Sie haben ihm geglaubt, Ricette? Ach, als ich Sie mit jener Dame kommen ſah, welche Blumen kaufte, Sie ihren guten Freund nannte und ſich über mich luſtig machte, da mußte ich doch denken, daß Herr Raimund mir die Wahr⸗ heit ſage. Darüber wurde ich ſo bekümmert, daß ich nicht zu Hauſe blieb, ſondern ausging und einen Theil der Nacht hindurch herumlief, ohne zu wiſſen, was ich anfangen ſollte. Während dieſer Zeit find Sie gekommen. Den andern Morgen, als Sie zu⸗ rückkehren, waren Sie ſehr böſe und verließen mich raſch wieder. Ich wollte Sie zurückhalten⸗ wagte es aber nicht. Abends kam Raimund wieder und ſprach von Ihnen. Ich weinte, er wollte mich tröſten, er konnte meine Hände in die ſeinigen legen, ach! ich merkte es nicht, ſondern dachte nur an Sie. Den folgenden Tag kam er abermals