Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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mehr ſprechen. Ich laufe auf ſie zu, ſchließe ſie in meine Arme und bedecke ſie mit Küſſen; ſchon der Gedanke, daß Raimund mich angelogen hat, iſt ein Glück.

Nicette, liebe Nicette, antworten Sie mir... Aber wie kommt es? Ich ſah ihn doch bei Ih⸗ nen er ergriff Ihre Hände, Sie haben es ſelbſt zugeſtanden.. Ach! können Sie glauben, daß ich je einen Anderen liebte, als Sie! ich, die ich mein Leben für Sie geben würde! ich, die ich, ſeit ich Sie zum erſtenmale ſah, nur an Sie dachte! Ach, verzeihen Sie meine heftige Liebe zu Ihnen; es veleidigt Sie vielleicht, aber ich muß Ihnen endlich mein Herz eröffnen.. Als ich noch meinen Blumenladen bewohnte, beſtand mein einziges Glück darin, Sie zu ſehen.. Jeden Tag erwartete ich Sie, oder hoffte wenigſtens, Sie vorbeigehen zu ſehen. aber es kam ſehr ſelten vor. Ich brachte Ihnen Bouquets, als Beweiſe meiner Dankbarkeit, und benützte den Augenblick, wo die Portiere ge⸗ rade nicht da war, um dieſelben an Ihrer Thüre zu befeſtigen. Manchmal ſah ich Sie mit einer

Dame am Arme vorbeigehen; ich weinte alsdann,

denn ich dachte: nie werde ich wie dieſe mit ihm gehen. Wenn ich Sie längere Zeit nicht ſah, ſo wünſchte ich nichts ſehnlicher, als Nachricht über Sie zu erhalten; aber ich wagte niemals, zu Ihnen zu kommen. Eines Tages kaufte mir Herr Rai⸗ mund Blumen abz er kannte mich ohne Zweifel und kam den andern Morgen wieder. Während er