Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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Sie nie mehr verlaſſen, wenn Sie es mir erlau⸗ ben; aber beruhigen Sie ſich jetzt und ſprechen Sie nicht mehr.

Ich gebe ihren Bitten nach, denn ich verdanke ja ihrer Sorgfalt das Leben. Mit jedem Tage macht meine Geneſung größere Fortſchritte; um mich aber ganz wohl zu befinden, muß Ricette in meiner Nähe ſein; nun, ſie darf mich auch nicht mehr verlaſſen. Sie ſcheint über die Gefühle, welche ich gegen Sie an den Tag lege, ganz entzückt; ich leſe es in ihren Augen, ſie liebt mich noch immer. Nur verdüſtert zuweilen der Gedanke an Raimunds Verhältniß zu Nicette die ſeligen Augenblicke, welche ich bei ihr zubringe⸗

Sie hat dieſen plötzlichen Uebergang von der Freude zur Traurigkeit bemerkt und erlaubt ſich deßhalb eine Aeußerung varüber.Sie denken ge⸗ wiß an Ihre Frau. RNein, erwidere ich, ſie ſanft anblickend,ich denke an Raimund. An Herrn Raimund und deßhalb ſeufzen Sie? Sie wundern ſich darüber? Hat er mir nicht das köſtlichſte der Güter geraubt? Was wollen Sie damit ſagen? Ich verſtehe Sie nicht. Ach! Ni⸗ cette, Sie haben ihn geliebt und verſtehen mich nicht! Ich habe ihn geliebt? Großer Gottl wer hat Ihnen das geſagt? Ich habe es geſehen und weiß, daß er Ihr Geliebter war. Mein Gelieb⸗ ter! O Himmel! ich bin alſo verächtlich in Ihren Augen! und Sie haben es geglaubt!

Thränen erſticken ihre Stimme, ſie kann nicht