Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

92

Meine Frau iſt liegen geblieben und rührt ſich nicht.Sie ſehen, ſage ich zu ihr,ich will kei⸗ nen Scandal anfangen; indeß bin ich durchaus nicht Willens, noch länger bei Ihnen zu bleiben. Ich will Ibre Laſterhaftigkeit zwar verbergen⸗ aber nicht Zeuge davon ſein. Von nun an werden wir ge⸗ trennt leben, weil keine Scheidung ſtattfinden kann. Man wird vielleicht das Unrecht mir aufbürden und ſagen, ich habe Sie unglücklich gemacht und verlaſ⸗ ſen, aber um das Gerede der Leute kümmere ich mich wenig. Sie haben Ihr Vermögen, ich das meinige und fortan ſoll keine Gemeinſchaft mehr zwiſchen uns ſein.

Pelagie ſpricht kein Wort; ich glaube faſt, ſie iſt unterdeſſen wieder eingeſchlafen. Ich nehme ein Licht, verſchließe ihre Thüre und trete in mein Zim⸗ mer. Von Schlafen kann bei mir jetzt keine Rede ſeinz

ich packe deßhalb meine Effekten zuſammen, um mit Anbruch des Tages ein Weib, das ich erſt vor acht⸗

zehn Monaten heirathete, für immer verlaſſen zu können. Ein ſolches Ende nimmt alſo dieſeſchöne Partie, dieſeglückliche Ehe.

Sobald der Tag graut, gehe ich auf die Straße hin ab, hole einen Commiſſionär und laſſe alle meine

Effekten hinwegtragen. Nun will ich wieder als Junggeſelle leben. k Vie froh bin ich jetzt, daß ich mein kleines Lo⸗

gis noch habel es ſcheint faſt, als hätte ich geahnt, 4

daß ich es eines Tages wieder bewohnen würde. Als Frau Dupont die Pakete erblickt, welche man