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es ernßlliche Folgen nach ſich ziehen und obgleich ich ſie nicht liebe, ſo iſt es doch meine Pflicht, über ihr Leben zu wachen.
Dieſer Gedanke läßt mich nimmer einſchlafen. Ich habe einen Schlüſſel zu ihrem Zimmer; dieſen nehme ich und gehe leiſe durch den Salon bis an die Thüre ihres Schlafgemaches. Ich bemerke Licht durch das Schlüſſelloch, und völlig zufriedengeſtellt will ich mich ſchon entfernen, als ich ſprechen höre. Mit wem kann ſie wohl plaudern? Die Domeſtiken ſchlafen. Ich höre es immer noch, kann aber nichts deut⸗ lich unterſcheiden.. Indeß kommt mir dieſe Stimme bekannt vor.. Tauſend Gedanken durchkreuzen meinen Kopf. Sachte drehe ich den Schlüſſel um, trete raſch ein und erblicke Raimund bei meiner Frau.
Vor Staunen kann ich mich einen Augenblick gar nicht rühren... Raimund iſt aus dem Bett ge⸗ ſprungen„. Er läuft wie ein Beſeſſener in dem Zimmer umher und findet ſogar die Thüre nimmer, während doch zwei derſelben vorhanden find. Ich kann nicht unterlaſſen, ihm einen Fußtritt zu ver⸗ ſetzen, wovon er zu Boden flürzt, bald jedoch be⸗ reue ich meine Unklugheit. Wozu denn Lärmen ma⸗ chen? damit das ganze Haus meine Schande er⸗ fährt? Dies würde mir noch fehlen. Ich hebe Rai⸗ mund auf, ſchiebe ihn zur Thüre hinaus und gebe ihm noch ein Licht, damit er ſich auf der Treppe den Hals nicht breche. Unmöglich kann man höflicher ſein:„Morgen ſehen wir uns;“ rufe ich ihm nach; wahrſcheinlich aber hört er mich nicht.


