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vleibe wie ſie, und da wir nimmer bei einander ſchlafen, ſo kann Madame Dorſan heimkommen, wenn es ihr beliebt, ohne daß ich es weiß.
Ich fürchte indeß, ihre ſehr zarte Bruſt möchte durch dieſe beſtändigen Nachtwachen leidend werden. Morgen will ſie wieder einen Ball beſuchen, und ich rathe ihr, zu Hauſe zu bleiben; aber ſie hört nicht auf mich. Nun, ich werde ſie begleiten und frühzeitig wieder heimführen.
Raimund veſucht in unſerer Geſellſchaft gleich⸗ falls dieſe Soirée, die ſehr zahlreich und zugleich ſehr glänzend iſt. Um Mitternacht ermahne ich, ge⸗ ſättigt von Staub, meine Frau zur Heimkehr „Wie! mein Herr,“ erwidert Pelagie,„ich ſollte im angenehmſten Augenblicke gehen? O, ich bleibe da bis zu Ende des Balles. Sie können ſchlafen gehen, Herr Raimund wird mich nach Hauſfe führen.“
Was läßt ſich einer ſolchen Entſchloſſenheit ent⸗
gegenhalten? Ich nähere mich Raimund; er kommt
aber meinen Wünſchen zuvor:„Mein lieber Freund, wenn Sie müde ſind, ſo gehen Sie nach Hauſe; ich werde Ihre Frau Gemahlin heimbegleiten.— So? Gut; Sie erweiſen mir einen Gefallen.“ Ich gehe nach Hauſe und lege mich zu Bette. Ich mag etwa drei Stundtn geſchlafen haben, als ich aus einem mir unbekannten Grunde aufwache. Meine Uhr ſchlägt drei. Ich möchte doch wiſſen, ob meine Frau heimgekommen iſtz gewöhnlich kümmere ich mich nicht darum, heute aber habe ich für ihre Ge⸗ ſundheit bange. Wenn ſie ſich nicht ſchont, ſo kann


