Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

That ſehr achtunggebietend; aber ich ſehe nicht, welches Intereſſe Madame von Ponchartrain für mich haben kann. Doch ich will zuſehen, es wird ſich alsdann ohne Zweifel das Räthſel löſen.

Nach dem Diner geht meine Schweſter an ihre Toilette. Ich glaubte, die Pariſerinnen wären ko⸗ kett, aber ſeit ich in der Provinz wohne, muß ich den Schönen der Hauptſtadt Gerechtigkeit wider⸗ fahren laſſen, denn ſie ſtehen zwei Stunden weniger vor ihrem Spiegel, als die Schönheiten eines Land⸗ ſtädtchens. Deneterre ſpielt ſeine Poule; ich gehe im Garten ſpazieren, während meine Schweſter ſich ankleidet. Zum erſten Male werde ich über ihre Langſamkeit ungeduldig, denn ich kann es kaum er⸗ warten, bis ich zu Madame Lepine komme, ich, der ich Amalie nur aus Gefälligkeit begleite; aber man hat manchmal Ahnungen.

Endlich iſt meine Schweſter fertig; Deneterre hat ſein Spiel beendigt: wir gehen und erreichen bald das Haus des Wählers. Man meldet uns, denn in der Provinz betritt man unangemeldet keinen anſtändigen Salon. Ich muſtere mit den Augen die ganze Geſellſchaft, ſehe aber nichts Neues und werde beinahe etwas unwillig. Während Madame Lepine die Partie arrangirt, geht meine Schweſter auf ſie zu und ſagt:Mein Bruder wird heute keine Karten ſpielen: man zähle alſo weder bei dem Boſton noch bei dem Reſervi auf ihn; er zieht die Geſellſchaftsſpiele vor.

Davon habe ich zu meiner Schweſter kein Wort