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Gefühle ſind nicht mehr da„ Ich blicke um mich her und ſehe einige hübſche Frauenzimmer. einige reizende Geſichter; aber nichts, was Nicetten gleicht.
Drittes Kapitel.
Fräulein Pelagie.— Man will mich verheirathen.
Meine Schweſter, die trotz ihrer Eigenheiten eine ſehr brave Frau iſt, fühlt ſich ganz glücklich, daß ich nimmer von meiner Rückkehr nach Paris ſpreche. Sie gibt ſich alle Mühe, mir jeden Tag neue Freuden zu verſchaffen; ſie ſähe es ſo gerne, wenn ich mich in Melun häuslich niederließe! Von Zeit zu Zeit will ſie mein Urtheil über die Damen hören, welche ich den Abend vorher geſehen habe. Sie hebt beſonders die Tugenden, die Talente und andere vortrefflichen Eigenſchaften einer Jeden her⸗ vor. Dann rühmt ſie die Süßigkeiten der Ehe, das Glück, wenn man Kinder beſitzt, was ſie indeß nicht hindert, alle Augenblicke ihren Buben einen Ver⸗ weis zu geben oder ſich mit ihrem Manne in einen Wortwechſel einzulaſſen. Nun, das gehört einmal zu den Süßigkeiten der Ehe. Ach meine theuerſte Schweſter! ich merke, Du kommſt auf Deinen Lieb⸗ lingsplan zurück.. Du willſt, ich ſoll es machen, wie die Andern. den Bruder zu verheirathen, iſt ja in einem Landſtädtchen eine ſo wichtige Ange⸗ legenheit. Welcher Stoff zu Unterhaltungen, Plau⸗
Paul de Kock. XC1V. 3


