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Wie es ſcheint, folgen die Beiſpiele ehelichen Glückes bei meiner Schweſter ſehr raſch aufeinander. Uebrigens werde ich ſie, wenn ich einmal heirathe, ſchwerlich zu einem Muſter in der Kinderzucht wäh⸗ len. Doch ich kam ja erſt geſtern Abend an und will kein vorſchnelles Urtheil fällen.
Im Speiſezimmer komme ich wieder zur Familie. Beim Frühſtück erzählen mir Amalie und ihr Mann von ihrer Lebensweiſe. Morgens Geſchäfte oder ein Spaziergang, wenn man freie Zeit hat; Abends macht Deneterre im Kaffeehauſe ſeine Poule, während Amalie in Geſellſchaft geht. Montags gibt es nämlich bei dem Notar eine gewählte Reunion; die Honoratioren der Stadt verſammeln ſich daſelbſt, man ſpielt wenig, weiß aber das Reueße aus allen europäiſchen Kabinetten; man beſpricht die Intereſ⸗ ſen eines jeden Staates und liest den Moniteur. Dienstags begibt man ſich zu einem alten Kauf⸗ manne, der ſich von der Handlung zurückgezogen hat. Er iſt reich und tg einem hohen Fuße. Die Gäſte werden mit Bier, Backwerk und Limo⸗ nade bewirthet. Man ſpielt hoch: Boſton und Ecarté zu fünf Sous; manchmal ſteigen die Wetten bis auf 75 Centimes. Mittwochs iſt Geſellſchaft bei der Wittwe des Rathsſchreibers, welche vier hei⸗ rathsfähige Töchter, aber kein entſprechendes Ver⸗ mögen beſitzt. Hier gibt es ganz unſchuldige Spiele, Charaden und Sprüchwörter. Dadurch werden Kar⸗ ten und Lichter erſpart, und die jungen Herren finden auch beſſer Gelegenheit, mit den Töchtern


