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ſchon längſt denke ich nicht mehr an die kleine Ni⸗ cette!“ Jetzt zieht er ſeinen Kopf völlig unter der Decke hervor und blickt mich mit freudiger Ueberraſchung an. „Wie, Sie denken wirklich nimmet an die kleine Blumenhändlerin?— Ich habe nie an ſie gedacht. — Nun dieſer Meinung war ich von jeher; Frau von Marſan mußte natürlich alle Ihre Gedanken in Anſpruch nehmen!— Nun, laſſen wir Frau von Marſan, und erzählen Sie mir Ihre Liebſchaft mit Nicette— O, das läßt ſich mit wenig Worten ſagen. Ich bin ſterblich in ſie verliebt und Sie wiſſen, wie hübſch das Mädchen iſt.— Eine aufge⸗ putzte Fratze.— Wie, das nennen Sie eine Fratze! der Teufel! Sie ſind ſehr ſchwierig.— Wei⸗ ter!— Ich mache ihr faſt jeden Abend den Hof. Anfangs ſpielte ſie ein wenig die Spröde jetzt aber kann ſie nimmer ohne mich ſein.. ich weiß gewiß, daß Sie mich anbetet.— Hat ſie es Ihnen geſagt? — So halb und halb. Man muß die Frauenzim⸗ mer nur verſtehen.— Sie ſind glücklicher als ic und Sie haben triumphirt?— Poch nicht eigentlich — doch das wird ſich ſchon geben.. mit Beharr⸗
lichkeit und fortgeſetzter Liebenswürdigkeit gelangt
man zum Siege. O, ich bin ein Roué, und das iſ nöthig, um zu gefallen. Sentimentalität, Zärt⸗ lichkeit und Seufzer waren ehemals von Nutzenz jetzt aber ſcherzt man beim erſten Zuſammentreffen, bei dem zweiten beginnt man den Kampf und bei
dem dritten raubt man einen Kuß.“ Paul de Kock. XC1v. 2


