Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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Ich folgte meinen Nachbar. Das Erſte, was mir in ſeiner Wohnung auffällt, iſt ein Dutzend Oran⸗ genbouquets, ähnlich denen, welche ich ſonſt von Ricette erhielt. Dieſer Anblick ſchnürt mir das Herz zuſammen; doch feſt entſchloſſen, nicht aus der Faſ⸗ ſung zu kommen, ſetze ich mich neben Raimunds Bett und verſuche, ruhig mit ihm zu reden.

Vie befinden Sie ſich heute, Herr Nachbar? Raimund blickt mich verwundert an.Haben Sie mir darum die Thüre eintreten wollen, um nach meinem Befinden zu fragen? O, Sie können ſich denken, es war nur Spaß!.. Sie haben da hübſche Bouquets und ſind, wie es ſcheint, auch ein Freund von Orangenblüten. Ja. ja. ich liebe dieſen Geruch ausnehmend er iſt gut für die Nerven und ich bin ſehr nervös. Es herrſcht große Sympathie zwiſchen uns, denn dieſe Bouquets gleichen aufs Haar denen in meinem Zimmer, welche Sie ſchon mehrmals bewunderten. Allerdings; dies hat mich eben auf den Gedanken gebracht, mir auch ſolche zu verſchaffen. Und Ihre Blumen⸗ händlerin iſt gleichfalls die meinige?

Raimund verſtummt und ſein Kopf verſchwindet einen Angenblick unter der Bettdecke.

He? Herr Nachbar! Ichhabe keine be⸗ ſondere Blumenhändlerin, ſondern gehe bald zu dieſer, bald zu jener. Ei, Herr Nachbar, wozu bedarf es der Verſtellung? Gehen Sie mit dem Beiſpiele des Vertrauens mir ſolchermaßen voran? Fürchten Sie ſich vor mir? O ſeien Sie unbeſorgt⸗