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würdiges bemerkt habe, zieht ſie mir vor. O die Weiber! die Weiber!
Nun kommt mir Raimunds Verlegenheit bei un⸗ ſerem letzten Zuſammentreffen nimmer unerklärlich vor. Der Verräther! Deßhalb meidet und flieht er mich alſo! Wahrlich, er iſt mein böſer Genins! Er weiß, daß ich Nicette kenne, weiß vielleicht, daß ich ſie liebe.. wenn ich nur meiner Wuth Gehör gäbe, ſo würde ich ihn fordern. Doch warum ſollte man einen Feigling zur Rechenſchaft ziehen? Und würde nach ſeinem Tode Nicette wieder für mich ſein, was ſie vormals war? Ich will den Einen verachten und die Andere vergeſſen! Dies iſt das Klügſte.
Durch Schlaf ſuche ich jetzt wieder meine Qua⸗ len hinwegzubannen. Wie verſchieden iſt dieſe Nacht von der letzteren! Geſtern entwarf ich nur Pläne der Liebe und Treue... heute verfluche ich dieſe Gefühle und diejenige, welche mir dieſelbe einflößte. Wenn ich auch voll Mattigkeit auf einige Augen⸗
blicke entſchlummere, ſo beſchäftigt ſich beim Erwa⸗.
chen mein erſter Gedanke mit der Erinnerung an alle meine entſchwundenen Hoffnungen. Sobald es Tag wird, kann ich dem Verlangen
nicht widerſtehen, mit Raimund zu ſprechen. Ich
werde mir übrigens nicht das Geringſte anmerken laſſen.
Ich klopfe und klingele an ſeiner Thüre. Die Portiere weiß, daß er zu Hauſe iſt, denn Raimund ſteht gewöhnlich nicht frühe auf. Auf ein aberma⸗


