Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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blaß und niedergeſchlagen.. aber niemals ſah ſie ſo hübſch aus, niemals fühlte ich ſo große Liebe zu ihr.

Welch unſchuldige Miene!.. und doch ſo treu⸗ los!. Indeß habe ich das Recht, mich zu be⸗ klagen? Hai ſie mir Treue geſchworen? Habe ich ihr geſagt, daß ich ſie liebe? Aber brauchte ich es ihr zu ſagen?. ich glaubte doch, wir verſtän⸗ den einander. Und nun haben wir uns Beide gegen⸗ ſeitig getäuſcht!

Soll ich mit ihr ſprechen? weßhalb denn?.. was kann ich ihr ſagen, das ſie intereſſirt? Ich will ſie nicht mehr ſehen, nicht mehr mit ihr reden 8 nein, ich will ſie vergeſſen!

Ohne zu wiſſen, wie es gekommen iſt, habe ich mich ihr genähert und bleibe ganz maſchinenmäßig vor ihrer Bude ſtehen.

WMit erzwungener Miene kommt ſie auf mich zu;

ihre Augen find roth, als hätte ſie ſehr viel ge⸗

weint: was mag wohl der Grund ihres Schmerzes

ſein? Ich weiß nichts mit ihr zu reden; ſchweigend ſtehe ich vor ihr da ſie iſt gleichfalls in Nach⸗

denken verſunken. So fällt alſo eine Zuſammen⸗

kunft aus, bei welcher Vertrauen und liebevolle

Hingebung herrſchen ſollten. Wir arme Menſchen,

unſere Pläne find auf Sand gebaut!

Geſtern bin ich da geweſen, ſage ich endlich mit möglichſt kaltem Tone zu Nicette.Geſtern. ja, ich habe Sie geſehen. mit. jener Dame. RNein; ich meine ſpäter. denn ich bin wieder