Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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bändlerin; doch glaube ich immer noch in Ehren, denn die Ladenthüre bleibt ſtets offen, vorausgeſetzt, vaß ſie ſich nicht anderswo ſehen, was ſehr leicht möglich wäre, da die Frauenzimmer ſchlau ſind und man nicht auf den Schein gehen darf. Wie fieht denn der junge Mann aus? Er iſt gerade nicht mehr jung, ſondern gewiß ein guter Vierziger; eben ſo wenig iſt er ſchön, aber vornehm gekleidet, faſt wie Sie, und ſieht etwas bleich. Der Blumen⸗ händlerin, welche gegen uns Andere immer die Spröde ſpielte, mußte es natürlich ſchmeicheln, eine ſo flotte Eroberung zu machen. Und er kommt jeden Abend? Ja, mein Herr, faſt jeden Abend. Schon gut.

Mit raſchen Schritten entferne ich mich von dem Commiſſionär; der Unglückliche hat, ohne daran zu denken, mein Herz zerriſſen. Im nämlichen Augen⸗ blicke, wo ich mich rückhaltslos meiner Liebe zu Nicette hingeben will, wo ich tauſend Pläne ent⸗ werfe, um ihr und mein Glück zu begründen, wo ich feſt entſchloſſen bin, eine Geſellſchaft, die mich anwidert, zu verlaſſen, um nur mit ihr und für ſie leben zu können in dieſem Augenblicke ſoll ich ſie alſo verlieren. Sie liebt einen Andern und ich glaubte, ihrer Liebe ſicher zu ſein. Mit dieſer ſüßen Illuſion ſehe ich die ganze reizende Zukunft entſchwinden, wovon ich heute Morgen noch träumte.

Fortwährend bleibe ich auf der Straße ſtehen, denn ich kann mich unmöglich entfernen. Endlich geht die Ladenthüre auf; Nicette erſcheint; ſie iſt