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unterrichtet ſein.— Was wiſſen Sie von dieſem Mädchen? Was haben Sie geſehen, was bemerkt? Sagen Sie mir Alles genau. Da. nehmen Sie.“
Ich greife abermals in meine Taſche und ein neues Geſchenk verdoppelt das Staunen des Com⸗ miſſionärs, der in meinen Augen zu leſen ſucht, ob ich etwa nicht verrückt ſei.
„Sie ſagten mir, dieſes Mädchen ſei brav und ſittſam, ſie ſchenke Niemanden eine beſondere Auf⸗ merkſamkeit.— Ja, ſo iſt's, mein Herr. Sie be⸗ nimmt ſich immer höchſt ehrbar, aber wenn man jung iſt, darf man doch auch eine Neigung haben. — Erklären Sie ſich deutlicher!.. Wie kommen Sie auf einen ſolchen Gedanken?— Dies iſt ganz natürlich, mein Herr, ich habe ja ſchon öfters den Galan geſehen.“
Alſo auch Nicette hätte mich getäuſcht! Sie liebt mich nicht! NRein, ich kann es nicht glauben.. Ich will doch dieſen Mann vorher gehörig ins Ge⸗ bet nehmen.
Ich nähere mich nun zitternd der Steinbank, auf welcher der Commiſſionär ſitzt und frage weiter:
„Sie wollen einen Galan geſehen haben?— Ja, mein Herr...— Seit wann ungefähr?— Es ſind etwa drei Wochen, daß der Particulier hier herumſtreicht. Zuerſt kam er Morgens und kaufte Blumen; dann kam er auch Abends, plauderte mit der Kleinen und blieb längere Zeit da. Jetzt läßt er ſich faſt jeden Abend ſehen und unterhält ſich eine bis zwei Stunden mit der hübſchen Blumen⸗


