Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6

mich eine ganze Ewigkeit warten, bis ſie endlich die Hausthüre öffnet.

In weniger als fünf Minuten ſtehe ich vor dem Blumenladen. Er iſt noch geſchloſſen Dies nimmt mich ſehr Wunder; Nicette ſteht gewöhnlich früh auf.

Soll ich warten 2.. Soll ich klopfen?. un⸗ ſchlüſſig bleibe ich auf der Straße ſtehen als ein Commiſſionär an mir vorbeigeht.. Es iſt der⸗ ſelbe, den ich ſchon vor einiger Zeit fragte; er kennt mich noch, grüßt und ſetzt ſich zwanzig Schritte von mir entfernt Ich gehe auf ihn zu, ohne eigentlich zu wiſſen, was ich thun will... Sogleich bietet der Commiſſionär mir ſeine Dienſte an.

Ich brauche Richts, mein Freund, ſage ich in ſehr traurigem Tone und drücke ihm ein Fünf⸗ frankenſtück in die Hand..

Verwundert blickt er mich an, ohne das Geld in ſeine Taſche zu ftecken, und wartet, bis ich ſpreche. Ich hefte die Augen auf Nicettens Bude und bezeichne ſie ihm.

Dieſe Blumenhändlerin öffnet ſehr ſpät, nicht wahr? O, es iſt noch früh; jedoch iſt ſie ſeit einiger Zeit ein bischen faul; aber man varf ſich darüber nicht wundern. Warum? Wenn ein Frauenzimmer verliebt iſt. Sie wiſſen wohl. Verliebt! Wer hat Ihnen geſagt, ſie ſei verliebt?. O, das hat man bald heraus; ich bin ſeit zwanzig Jahren auf dieſem Platze und muß von Allem, was in dem Viertel vorgeht⸗