Teil eines Werkes 
4. Th. (1846)
Entstehung
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Erſtes Kapitel. Mein Unſtern verfolgt mich.

Der Schlaf bleibt ferne von mir; denn meine Aufregung iſt zu groß, als daß ich Ruhe genießen könnte. Die ganze Nacht hindurch entwerfe ich Pläne, die bald vernünftig, bald thöricht ſind. Immerfort miſcht ſich Nicette in meine reizenden Phantafiegebilde; ich ſtelle mir ſie als Hirtin, als vornehme Dame, oder als Fräulein vor; ich bin bei ihr in einem Palaſte, in einem Dörfchen, in einer Einöde; aber überall ſind wir glücklich. Ach, wie ſüß iſt es doch, ganz wachend zu träumen, wenn man liebt und ſich gelisbt glaubt.

WMit Tagesanbruch ſtehe ich aufz zwanzig Pläne durchkreuzen meinen Kopf, aber ich kann, wie es gewöhnlich der Fall iſt, keinen feſthalten. Zuerſt muß Nicetten ein Beſuch abgeſtattet werden; dies drängt mich am meiſten. Meine Toilette iſt bald beendigt; auch weiß ich wohl, daß ſie mich immer ſehr hübſch findet.

Ich verlaſſe meine Wohnung; Jedermann im Hauſe ſchläft noch, vorausgeſetzt, daß außer mir kein Verliebter darin iſt. Frau Dupont, welche nicht mehr zu dieſer Gattung von Leuten gehört, läßt