Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Nun, wir wollen gehen, mein Herr, wenn es Ih⸗ nen beliebt; aber ich bitte, tröſten Sie doch auch das Mädchen. Adieu, Kleine!

Frau von Marſan verläßt die Bude; ich folge ihr, nachdem ich noch einen Blick auf Nicette ge⸗ worfen. Aber ſie weint und ſieht mich nimmer an.

Sobald wir auf der Straße ſind, bricht Frau von Marſan in ein ſchallendes Gelächter aus und ſpottet über meine Liebe, ſo wie über die unſchul⸗ dige Blumenhändlerin. Ich gebe keine Antwort, obwohl ich ihr beißende Dinge ſagen könnte; aber man muß nachſichtig ſein gegen Diejenigen, die unſertwegen eine Schwachheit begingen.

Endlich hat ſie ihre Wohnung erreicht und ich verlaſſe ſie. Es treibt mich, Nicette wieder zu ſehen. Ich will ihr jetzt Alles ſagen, was ich denke, Alles, was ich leide; ich will ihr nicht mehr die Liebe verbergen, welche ſie mir einflößt und welche ich bisher vergeblich bekämpft habe. Sie liebt mich ebenfalls, daran darf ich nicht zweifeln. Wir wer⸗ den glücklich ſein.. ja, ich überlaſſe mich von jetzt an ganz der Neigung meines Herzens. Die Freund⸗ ſchaft zwiſchen uns iſt nur ein Vorwand, um die Liebe zu verbergen; aber wir können uns nicht mißverſtehen. Wozu deßhalb ſolche Anſtrengungen, um das Gefühl, welches uns einander nähert, zu verbergen? Warum ſoll kalte Berechnung uns des Glückes berauben? Iſt denn die Liebe ein Verbre⸗ chen? Und kann das, was uns beglückt, uns ſtraf⸗ bar machen?