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Raimund, welcher Zeuge der Kataſtrophe war, hat ſicherlich dieſes Abenteuer überall ausgebreitet.
Es kommt indeß eine Korreſpondenz zwiſchen mir und Frau von Marſan zu Stande; wir geben uns gegenſeitig Rendez⸗vous und gehen mit ein⸗ ander aufs Land, ſo wie ins Theater in Gitter⸗ logen. Auf dieſe Art iſt mir ihre Geſellſchaft noch lieber als ſonſt, weil kein Schwarm von jungen Gelbſchnäbeln zugegen iſt, die der Kokette ihre Hul⸗ digungen darbringen; aber ich fürchte, Frau von Marſan iſt nicht ſo zufrieden wie ich. Schon wird unſere Korreſpondenz flauer, unſere Rendez⸗vous werden ſeltener; ſie hat immer irgend eine Abhal⸗ tung: eine Reunion, einen Ball, eine Fete, bei der ſfie nicht fehlen darf.
Ich ſchenke dieſen Entſchuldigungsgründen keinen Glauben, weil ich wohl weiß, daß ſie über ihre Zeit frei verfügen kann: aber natürlich, glänzende Bälle und enthufiaftiſche Huldigungen gefallen ihr beſſer, als unſere einſamen Zuſammenkünfte. Der Schluß, den ich daraus ziehe, iſt ſehr einfach: Frau von Marſan liebt mich nicht und hat mich nie ge⸗ liebt... Es war nur Zufall.. eine augenblick⸗ liche Laune und aus Langeweile gibt ſie mich wieder auf.
Als ich eines Morgens raſch meine Thüre öffne, erblicke ich Raimund, der gerade die Treppe hinab⸗ gehen will. Seit jener Scene im Gebüſche war er mir immer ausgewichen. Ich ergreife ihn nun raſch am Rockſchoße und ſage:


