Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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traut? Ach! ich glaube, daß ich unklug handelte Was machen Sie da? mich ſo zu umar⸗ men! dies ſteht nicht in dem Stücke. Verweigert man dem Geliebten, der bald Gemahl ſein wird, einen Kuß? Hören Sie auf, Lindor! Dor⸗ ſan!O dieſe Scene! Theure Roſine, iſt ſie nicht ganz natürlich? Muß ſie nicht unſere Liebe krönen?

Frau von Marſan ſträubt ſich vergebens es iſt zu ſpät ich bin zu tief in den Geiſt mei⸗ ner Rolle eingedrungen, ſie ſelbſt hat ſich mit der meinigen identificirt. Wir fügen zum Barbier von Sevilla die Scene hinzu, welche das Publi⸗ kum nicht ſieht, die es aver nach der Vereinigung Almaviva's und Roſinens errathen kann.

Schon lange war das Gebüſch der ſtille Zeuge unſerer Liebesſcene, welche der Mond nur halb be⸗

leuchtete. Die Hitze, womit wir unſere beiden Rol⸗ len ſpielten, ließ uns die Welt und das Feſt ver⸗

geſſen. Ich wollte als Almaviva in dem Gebüſch den gleichen Succeß erringen, als auf dem Theater, und es gelang mir wirklich ausgezeichnet gut. Wir dachten noch nicht an eine Entwickelung, als ein un⸗

vorhergeſehener Umſtand plötzlich ſtörend einſchreiten mußte aber um dies zu erklären, müſſen wir

einen Blick in den Saal werfen. Fanchon war ziemlich ſchlecht geſpielt worden. Nach Beendigung des Stückes wollte dann Rai⸗

mund zu Ehren der Dame, welche die Fanchon darſtellte, ſeine kleine Scene geben. Wie er aber