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Unſere Logen gehen nach dem Garten; die der Damen ſind nur durch eine Lindenallee von denen der Herren getrennt. Nachdem ich meine Kleider wieder angezogen habe, gehe ich in den Garten, um friſche Luft zu ſchöpfen. Das zweite Stück hat bereits begonnen; Jedermann iſt auf dem Theater oder im Saale. Draußen im Garten herrſcht eine tiefe Stille. Ich wandle gerade durch die Linden⸗ allee, als ich aus einem der gegenüber befindlichen Kabinette eine Dame treten ſehe. Ich bleibe ſte⸗ hen es iſt Frau von Marſan, meine Roſine Sie hat mich gleichfalls erkannt und kommt auf mich zu.
„Wohin geht denn Graf Almaviva?— Ich wollte einen Augenblick die Friſche dieſes Gartens genie⸗ ßen aber es fehlte mir Etwas ohne Roſine kann Almaviva nicht glücklich ſein.— Roſine weiß nicht, ob ſie den Grafen begleiten darf.— Wiel nachdem Sie in die Entführung eingewilligt haben?2 — Wirklich ſtände es mir nicht gut, jetzt noch die Grauſame zu ſpielen aber bedenken Sie, daß Sie mir Treue geſchworen haben daß Sie mich ewig und nur mich allein lieben wollen— O,„ ich ſchwöre es Ihnen noch einmal.— Aber wo füh⸗ ren Sie mich denn hin? Ich glaube, daß wir zu weit gehen. Weßhalb die dunkelſten Wege wählen2 Warum uns in dieſes Gebüſch verſtecken? Es iſt ſo ſinſter.— Meine liebe Roſine, was können Sie bei mir fürchten.— Mein lieber Lindor ich bin un⸗ rubig.— Haben Sie ſich nicht mir ganz anver⸗


