Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Seiten in die Ohren und treibt ihn nach ſeiner Loge. Dann erkundigt man ſich, ob Roſine, d. h. Frau von Marſan, parat ſei. Schon haben die vier Dilettanten, welche das Orcheſter bilden, zweimal die Ouvertüre zu Richard Löwenherz geſpielt, welche als Ouvertüre zum Barbier von Se⸗ villa dienen muß. Schon wollen ſie zum dritten Male dieſelbe wiederholen, weil ſie keine andere ha⸗ ben. Das Publikum wird bereits ungeduldig und man hört leiſes Gemurmel. Endlich ſind wir fer⸗ tig, und Raimund, der den Maſchiniſten macht, läßt den Vorhang aufziehen.

Meine Rolle weiß ich ſehr gut und die Liebe zu Frau von Marſan, die mir als Roſine gekleidet noch reizender vorkommt, verleiht meinem Spiele Wahrheit und Wärme. Der junge Menſch, welcher den Figarv vorſtellt, beſitzt ein hübſches Geſicht, Lebhaftigkeit und tollkühnen Muth. So geht mit Ausnahme einer Ungeſchicklichkeit, welche ſich Rai⸗ mund in der Maſchinerie zu Schulden kommen läßt, Alles ſehr gut von Statten und das Publikum iſt entzückt.

Im zweiten Akte kann Raimund bereits ohne den Souffleur kein Wort mehr ſprechen; indeß die Zu⸗ ſchauer ſind nachſichtig und man applaudirt. Nun beginnt der dritte Akt. Mein Nachbar muß die Scene eröffnen. Er ſchreitet vorwärts und ſtellt ſich ge⸗ rade vor den Souffleurkaſten.

Welcher Unmuth!.. welcher Unmuth!

(Zum Souffleur: Souffliren Sie doch!) Sie ſchien Paul de Kock, Xc. 8