Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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112 Neuntes Kapitel.

Almaviva und Roſine Scene zum Barbier von Sevilla.

Der große Tag iſt endlich angebrochen. Die Da⸗ men ſind frühzeitig aufgeſtanden, weil der Gedanke an ihre Toilette ſie wenig ſchlafen ließ. Die Her⸗ ren, manchmal eben ſo kokett als die Frauen, ſind ſowohl mit ihrem Koſtüm als ihrer Rolle beſchäf⸗ tigt. Ich kümmere mich wenig um die Aufführung der Stücke, da meine durch die Hinderniſſe nur noch geſteigerte Liebe zu Fran von Marſan mich völlig einnimmt; der geſchäftigſte von Allen aber iſt Rai⸗ mund. Er hat hauptſächlich mit ſeinen Bauernjun⸗ gen viel zu thun, bis ſie herausgeputzt und ange⸗ kleidet ſind.

Aus Paris hat ſich eine zahlreiche und glänzende Geſellſchaft eingefunden. Auch viele Nachbarn ſind zu der Fete geladen. Herr von Marſan wird erſt wenige Augenblicke vor dem Diner kommen, da eine Börſenangelegenheit ihn noch in der Stadt zurück⸗ hält.

Endlich ſchlägt die für den Beginn des Theaters veſtimmte Stunde. Unſer kleiner Saal iſt voll. Raimund blickt unaufhörlich durch das Loch im Vorhange, um zu ſehen, wo die Damen ſitzen, de⸗ nen er heute verliebte Blicke zuſchleudern wil⸗ Man muß anfangen! rufen diejenigen, welche be⸗ reit ſind; aber dies iſt noch nicht Jeder, und Rai⸗ mund kann gar nicht mit dem Ankleiden fertig wer⸗ den.Eilen Sie doch! ſchreit man ihm von allen