Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Wo zum Leufel waren Sie denn? ruft man allgemein. Die Damen wollen meinen Nachbar ſo⸗ gar ſchlagen.Schön! ſagt Raimund,ſchmält nur tüchtig, während ich mir faſt die Füße ablief, um zwei Amoretten zu finden. Ich glaube, daß ich heute mehr als zehn Stunden gemacht habe, aber überall ſah ich nur ſauertöpfiſche Geſichter, ſchie⸗ lende Augen und platte Naſen.. endlich fand ich in St. Denis zwei ausgezeichnet hübſche Amoretten.

Der Anblick der beiden Jungen, denen Raimund, um ſie zu gewinnen, unterwegs Traubenmus ge⸗ kauft und die ſich damit bis über die Ohren be⸗ ſchmiert hatten, ſtillt raſch den Zorn der Geſellſchaft.

Und ihre Mutter? fragt Frau von Marſan. Iſt eine Milchfrau in St. Denis. Sie iſt ent⸗ zückt, daß ihre Kinder Amoretten ſpielen dürfen.. ſie wird morgen ſelbſt kommen; ich habe ihr einen Platz hinter dem Vorhang im Fond verſprochen. Aber jetzt laſſen Sie die Jungen ein wenig reinigen, dann werden Sie ſehen, wie ſchön Sie ſind.

Die junge Dame, welche Fanchon ſpielt, be⸗ greift nicht, wozu man Amoretten bedürfe. Frau von Marſan ſucht Raimunds dummen Streich wie⸗ der gut zu machen. Die Probe dauert bis Ein Uhr. Dann begibt ſich Jedermann ſehr ermüdet zu Bette. Raimund übergibt ſeine beiden Amoretten der Haus⸗ hälterin, mit der Bitte, ſie wohl zu ſäubern und früh aufzuwecken, damit er ihnen ihre Rolle noch eibringen könne.