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laſſe ich ſie immer,„ich liebe dich,“ ſchreiben. Meine Hand zittert eben ſo ſehr als diejenige, welche ich leiten will. Da entquillt eine Thräne ihren Augen.. Die Feder entfällt uns; ich weiß nicht, wie es kommt, aber Nicettens ſchönes Geſicht befindet ſich auf einmal an meiner Bruſt; ihre beiden Arme ſind um meinen Hals geſchlungen; die meinigen umfaſſen fſie gleichfalls mit Zärtlich⸗ keit. Ach, ich fühle es wohl, in dieſem Augenblicke würde ich, ſelbſt wenn Frau von Marſan oder jede Andere da wäre, mich nicht aus Nicettens Umar⸗ mung losreißen.
Wir ſitzen ſchon lange ſo bei einander und den⸗ ken gar nicht daran, uns zu trennen. Nicette iſt ſelig und ich, ich darf es wohl geſtehen, empfinde ein Glück, welches ich noch nicht kannte, eine Freude, von der ich keinen Begriff hatte und die durch kein Verlangen, worüber ich erröthen müßte, getrübt wird. Aber jetzt kann ich für die Zukunſt nicht ein⸗ ſtehen. eine weitere Liebkoſung könnte eine Feuersbrunſt erregen.
Auf einmal klopft man heftig an die Thüre; Nicette macht ſich aus ſeinen Armen los; ich blicke ſie unruhig an:„Wer kann denn ſo ſpät noch zu Ihnen kommen? Sie haben mir geſagt, daß Sie keine Bekanntſchaft hätten.— Ich weiß nicht, wer es iſt; ich erwarte Niemand.“
Ihre Augen beruhigen mich; ſie können nicht lügen. aber man klopft von Neuem, und wir
nmnierſcheiden deutlich die Worte:„Machen Sie voch


