Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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ſeinen Blumen, die das ganze Zimmerchen anfüllen, in welchem nur noch Platz zu einem Tiſche und einem Stuhle iſt. Der Tiſch iſt mit Papier, Fe⸗ dern und Büchern bedeckt, und ein einziges Licht erleuchtet das niedliche Gemach, wo tauſend und aber tauſend Blumen die kößlichſten Wohlgerüche verbreiten.

Nicette hat mir einen zweiten Stuhl aus dem Zimmer hinter ihrem Laden geholt. Sie ſtellt den⸗ ſelben mitten unter ihre Blumen. In ihren reizen⸗ den Zügen leſe ich die Freude, welche ihr meine Gegenwart verurſacht, bemerke aber auch zu meiner Betrübniß, daß ihre Augen roth und die Roſen von ihren Wangen verſchwunden find.

Sie bittet mich nun, neben ihr Platz zu neh⸗ men.—„Wie gütig find Sie, Herr Dorſan, daß Sie mich beſuchen und bisweilen an mich denken!.. — Denken Sie denn nicht an mich, RNicette?— O, immer! Aber dies iſt kein Grund, daß bei Ihnen iſt es etwas Anderes!— Was thaten Sie, als ich kam?— Ich ſchrieb, mein Herr ich lernte meine Aufgabe.“

Sie erröthet. Ich ſehe auf den Tiſch und erblicke mehre Blätter mit großen Buchſtaben. ein Name, der hundertmal geſchrieben und wieder geſchrieben iſt. es iſt der meinige Arme RNicette!

Ich ſehe ſie an ſie wird noch röther und

ſtammelt mit niedergeſchlagenen Augen:„Verzeihen

Sie, mein Herr, wenn ich Ihren Namen zur Uebung ſchrieb. aber ich dachte, den Namen meines

Wohlthäters müßte ich zuerſt ſchreiben lernen.“