Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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S

habe ein Mädchen von ſechszehn Jahren, ſchön, tugendhaft und reich! Ich geſtehe, das iſt glänzend, verführt mich aber noch nicht. vielleicht in zwei bis drei Jahren: wir wollen ſehen. Ich will jedoch dieſen Herbſt meine Schweſter und ihren Gemahl auf vierzehn Tage beſuchen; vorher müſſen aber meine finanziellen Angelegenheiten ein wenig in Ord⸗ nung gebracht werden, denn meine Liebſchaft mit der Blumenmacherin hat denſelben einen bedeuten⸗ den Stoß gegeben. Zum Teufel! wenn es ſo fort⸗ gegangen wäre, würde mein Einkommen bald ver⸗ ſchleudert geweſen ſein. Ich muß ihr noch dankbar ſein, daß ſie mich noch zu rechter Zeit aufgegeben hat; bei ſechsmonatlicher Sparſamkeit werde ich meine Schulden bezahlen können. Ich will alſo auf ſechs Monate jene Paſſionen ablegen, welche mich ſo theuer zu ſtehen kommen. Mamſell Caroline hat mir bewieſen, daß man nicht für diejenigen Frauen⸗ zimmer, welche uns am meiſten lieben, auch die größten Opfer bringt.

Es iſt Nacht; nun will ich Nicette beſuchen. Ihr Blumenladen iſt geſchloſſen, aber ich bemerke Licht durch das Fenſter über der Thüre. Ich klopfe ganz leiſe, denn ich fürchte die Aufmerkſamkeit der Nachbarn rege zu machen.

„Wer iſt da?“ fragt eine weibliche Stimme.— „Ich bin's, Nicette.. es iſt.„ Ich brauche mich nicht zu nennen. ſchon iſt die Thüre geöff⸗ net und ich ſtehe vor ihr„ Ich trete ein, ſchließe

die Thüre wieder und betrachte das Mädchen unter Paut de Kod. Xohtr. 7