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liebenswürdigen Lächeln, in welchem ich eine kleine Schattirung von Aerger zu entdecken glaube. Ich ſchreibe es dem Umſtande zu, daß ich meinen Be⸗ ſuch ſo lange verſchob, indeß werde ich mich ſchon zu entſchuldigen wiſſen. Sie iſt pikirt. ſie hielt mich für eine ſichere Eroberung und hat mich unter⸗ deſſen nicht mehr geſehen. Dies muß ihr in der That ſeltſam vorgekommen ſein, nach meinen ver⸗ liebten Blicken im Theater und meinem Benehmen bei Vauvert. Ich ſelbſt ſtaune darüber, denn ich finde ſie jetzt hundertmal ſchöner als Caroline. Man macht mir jedoch keine Vorwürfe; aber ich halte mit meinen Entſchuldigungen nicht lange zu⸗ rück und erzähle mein Abenteuer mit Raimund. Frau von Marſan lacht ſehr darüber, und die Hei⸗ terkeit, welche die Etikette und das Ceremonielle eines erſten Beſuches verbannt, macht, daß man ſich leichter verſtändigt und das Herz ſich bereitwil⸗ liger aufſchließt. Um meinen Beſuch zu verlängern, bitte ich Frau von Marſan um eine Romanze. Sie ſingt dieſelbe zum Piano mit einem Geſchmack und einer Grazie, die mich entzücken. Ihr Accompagnement zeigt, daß ſie ſehr mufikaliſch iſt.. Wie viel mußte ſie wohl bei Vauvert's Soirée leiden! Jedoch darf eine erſte Aufwartung nicht zu lange dauern. Man muß ſich nicht ſogleich völlig ausſpre⸗ chen, beſonders bei Frauenzimmern, die an Huldi⸗ gungen und Galanterien gewöhnt find. Ich habe


