Teil eines Werkes 
3. Th. (1846)
Entstehung
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Entzückt über ſeinen Witz kehrt ſich Rocambolle lachend gegen den jungen Zierbengel, der gleich⸗ falls lacht und zwei oder drei verdorbene Zähne, die einzigen, welche er noch befitzt, ſehen lãßt

Um bei dem allgemeinen Jubel nicht langweilig zu erſcheinen, ſage ich heraus, was mir in den Kopf kommt und ſo gelingt es mir manchmal, ohne die geringſte Mühe die ganze Geſellſchaft zum Lachen zu bringen, weßhalb Raimund laut ausruft:„Habe ich Ihnen nicht geſagt, er ſei ein Kapitalkerl2“ Man hält mich alſo für liebenswürdig, und ich wollte dies doch gerade nicht ſein, aber die Herren find eben heute gut aufgelegt.

Man meldet, das Souper ſei angerichtet. Grand⸗ maiſon blickt nach ſeiner Uhr.„Es iſt drei Viertel,“ ſagt er,„ſie muß parat ſein.. ich will ſie holen. Begeben Sie ſich in den Speiſeſaal; dorthin will ich das Mädchen bringen.“

Er geht, und Raimund, der die Lokalität kennt, führt uns in ein rundes, elegant decorirtes Gemach, in deſſen Mitte ſich eine Tafel befindet, beſetzt mit Allem, was den Augen, dem Geruche und dem Geſchmacke ſchmeicheln kann. Eine ſchöne, auf einem kleinen Kamine, von weißem Marmor ſtehende Pendule zeigte jetzt faft Mitternacht.

„Zum Teufel!“ ruft Rocambolle,„ſchon Mitter⸗ nacht! Nun haben wir wenig Zeit mehr zur Be⸗ luftigung übrig.— Auch nicht zum Efſen,“ verſetzt Zamorin.

Paul de Kock. XCIM. 6