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ihr Geiſt verführt, ihre Heiterkeit ergötzt mich; die Schelmin weiß alle Gaben, welche die Natur ihr verliehen, aufs Trefflichſte anzuwenden.
Eines Morgens erhalte ich ein Billet von un⸗ bekannter Hand. Es kommt von Frau von Marſan, die mir höchſt liebenswürdige Vorwürfe macht, daß ich meinem Verſprechen zuwider ihre mufikaliſchen Soiréen nicht beſuche. Sie ladet mich nun zu einem kleinen Feſte ein, das ſie in ihrem Landhauſe geben will.
Frau von Marſan hatte ich beinahe vergeſſen, denn ich vergeſſe ſehr oft, was mich den Abend vorher in Flammen ſetzte, was ein großes Glück iſt, wenn man leicht in Flammen geräth, und was mir den Beweis liefert, daß das Herz keinen Theil an den Thorheiten nimmt, die wir Liebe nennen. Ich will dieſes Feſt beſuchen, denn Caroline ſoll mich nicht um alle meine Bekanntſchaften brin⸗ gen; ich will nicht auf die Geſellſchaft und die vor⸗ nehme Welt verzichten, weil ſie mich nicht dahin begleiten kann. Dieſes Mädchen hat mich bereits allzuviele Thorheiten begehen laſſen.. WMeiner Schweſter, die mich täglich erwartet, habe ich noch nicht einmal geantwortet! Ach! ich bin durchaus nicht mit mir zufrieden! Aber der Strom reißt mich fort; ich gebe nach und ſchließe die Augen.
Es kommt Jemand zu mir. mein Nachbar Raimund; ich habe ihn ſeit dem Tage unſeres fa⸗ moſen Duells nicht mehr geſehen. Sicherlich weiß er, daß ich ſeine falſche Bravour nicht mißkenne,


