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Es iſt halb zwei Uhr Niemand erſcheint.. Ah! mein lieber Nachbar, hatten Sie wohl nur die Abſicht, mich ſpazieren zu ſchicken? Freilich be⸗ darf es vieler Vorbereitungen, ehe Sie ſich ſchla⸗ gen können; aber ſeit Morgens acht Uhr hätten Sie doch die nöthigen Anſtalten treffen und allen Ihren Bekannten ſagen können, daß Sie eine Eh⸗ renſache haben. Benachrichtigt er wohl die Gen⸗ darmerie davon? Dies iſt ſchon manchmal geſche⸗ hen: aber nein, er iſt ja der Fordernde; ich thue ihm alſo Unrecht. Der arme Raimund! Das Aben⸗ teuer mit dem Diner iſt furchtbar und er muß ſehr erbittert auf mich ſein, beſonders wenn er noch glaubt, ich ſei daran ſchuld, daß man ſein Profil in der Rue Vivienne an die Mauer klebte. Aber weßhalb die Prahlerei, mir ein Cartell durch die Portiere zu ſchicken? Wenn er nicht die Abſicht hat, ſich zu ſchlagen, ſo hätte er mich ja zu Hauſe treffen können; ich hätte dann lachend mein Uarecht eingeſtanden, denn ich gehöre keineswegs jener Men⸗ ſchenklaſſe an, welche die begangenen Thorheiten nur dadurch wieder gut zu machen ſucht, daß ſie den Beleidigten die Kehle abſchneidet. Ich halte es für ehrenvoller, einen Fehler frei zu geſtehen, und wenn der Gegner damit keine Genugthuung hat, ſo kann man ſich ja immer noch ſchlagen.
Bald zwei Uhr ich verliere die Geduld; des Spazierengehens bin ich überdrüſſig, auch umwölkt ſich der Himmel, und allem Anſcheine nach werden wir ein Gewitter bekommen; ich habe daher ganz
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