Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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die Junggeſellen ihr Brod, die Wärterinnen ihren Feuertopf und die alten Weiber ihr Rahmkrügchen. Der Commiſſionär trinkt ſein Glas Wein, der Kutſcher ſein Glas Branntwein, um den Tag gut anzufangen. Die Bäurinnen, welche bereits die Hälfte derſelben verlebt haben, beſteigen ihren Eſel wieder und kehren aufs Land zurück. Ich verlaſſe die Boulevards und begebe mich nach Hauſe.

Drei Viertel der Bewohner deſſelben ſchlafen noch. Es iſt erſt halb acht Uhr und ich begegne nur einigen Wärterinnen. Mein Nachbar iſt hoffentlich noch nicht aufgewacht; der arme Raimund! Nach dem geſtrigen Abenteuer wird es zwiſchen uns ver⸗ muthlich zu einer Erklärung kommen. Er muß ganz wüthend gegen mich ſein, denn ich traue ihm ſo viel geſunden Menſchenverſtand zu, daß er jetzt begreift, daß die Mädchen im Modewaarenmaga⸗ zine ſich über ihn luſtig machten.

Ich ſtehe vor meiner Thüre. Es ſteckt Etwas im Schlüſſelloche. wieder ein Bouquet von Ni⸗ cette. Es iſt bereits ein wenig verwelkt und ohne Zweifel ſeit geſtern Abend hier. Die kleine Blumen⸗ händlerin vergißt mich nicht, ich aber, der ich ihr um ſechs Uhr wohl einen guten Morgen hätte wün⸗ ſchen können, habe nicht an ſie gedacht. Ich gehe faſt nie an ihrer Bude vorbei! Und doch verdient Niceite, daß man ihr zu lieb einen Umweg macht. Seit einigen Tagen bin ich indeß ſo beſchäftigt, daß ich keine Zeit habe, an meinen Schützling zu denken;z ich habe mir übrigens gelobt, mich nicht