Teil eines Werkes 
2. Th. (1846)
Entstehung
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zur Folge hat; ich will ſie alſo nicht zu oft beſuchen, damit wir einander ſtets mit um ſo größerem Ver⸗ gnügen ſehen. O, ich habe in dieſem Punkte Er⸗ fahrung! Wenn man die Liebe nicht ſchont, ſo nützt ſich nichts leichter ab. Sodann möchte ich, obwohl Mamſell Caroline mir ſehr gefällt, doch nicht fort⸗ während mit ihr leben.

Jetzt bin ich fertig; ich werfe noch einen Blick auf meine neue Freundin, dann entferne ich mich ſachte und ſchließe die Thüre zu.

Welch ein Unterſchied zwiſchen Paris um ſechs uhr Morgens und Paris um ſechs Uhr Abends! Welche Ruhe herrſcht in dieſem Viertel, das nach wenigen Stunden von dem Lärmen der Kaleſchen, Whiski's, glänzender Kavalkaden, dem Geſchrei der Kutſcher und Lakaien, dem Geſumme der Fuß⸗ gänger und Händler erſchallen wird! Nur einzelne Milchmädchen beleben jetzt das Gemälde. Ich wende mich nach den Boulevards: welche Friſche! welch reizende Promenade! Ich kann mir das Vergnügen, über dieſelben hinzulaufen, ehe die Menſchenmenge auf ihnen wogt, nicht verſagen. Die friſche Luft thut mir wohl; fie verſetzt mich in eine ruhige Stimmung, und ich begreife, daß man Morgens um ſechs Uhr bereuen kann, was man Abends um ſechs Uhr gethan hat.

Jetzt gehen die Buden auf; die Kaufleute und Händler ſtellen ihre Waaren zur Schau, die Por⸗

tiers kehren, die Fenſterläden öffnen ſich, die Faulen

gähnen, die Arbeiterinnen holen ihr Loth Kaffee⸗